Aktion gegen Glyphosat Wiederzulassung

Wenn Sie auch wissen wollen, wie man ein gemeingefährliches Gift in Europa auf den Markt bringt: Wir zeigen es Ihnen!

Vor gut einem Jahr hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Unkrautvernichter Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft. Dieses Jahr steht die EU-Wiederzulassung für weitere 15 Jahre zur Debatte.

Gemeinsam gegen Glyphosat - BUND AktionDie Bevölkerung lehnt dies zum ganz überwiegenden Teil ab. Und trotz allem halten Bundesregierung und EU-Kommission an ihrem industriefreundlichen Kurs fest: Glyphosat sei sicher. Unbedenklich. Unverzichtbar. Immerhin habe das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) das ja „geprüft“.

Angesichts der riesigen Kluft in der Bewertung zwischen BfR und unabhängigen Untersuchungen stellt sich die Frage: Wie konnte es dazu kommen? Die Antwort: Das liegt an der EU-Gesetzgebung, Wirtschaftsinteressen und an Weltkonzernen mit immenser Lobbymacht!

Unsere österreichische Schwesterorganisation, Global 2000, hat gemeinsam mit anderen Verbänden Klage gegen den wichtigsten Glyphosat-Hersteller Monsanto (Produktname „Roundup“) und die zuständige Zulassungsbehörde eingereicht. Der Vorwurf: Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat nahezu alle epidemiologischen Studien von unabhängigen Wissenschaftlerinnen über die krebserzeugende Wirkung von Glyphosat unbegründet als “nicht zuverlässig“ verworfen.

Protestieren Sie jetzt: www.bund.net/gegen-glyphosat


Quelle: BUND – http://www.bund.net/

BUND


+++ Aktuelle Entwicklungen +++

12.05.2016 – Der BUND e.V. teilte vor wenigen Minuten folgendes mit:

Vor wenigen Minuten hat Umweltministerin Barbara Hendricks in einem Videostatement auf Twitter und Facebook verkündet: Alle SPD-geführten Ministerien werden der Wiederzulassung von Glyphosat nicht zustimmen.

„Solange wir nicht zweifelsfrei wissen, ob Glyphosat für die Gesundheit unbedenklich ist, sollten wir diese Chemikalie auch nicht zulassen. Deshalb werden die SPD-geführten Ministerien der Verlängerung der Zulassung von Glyphosat nicht zustimmen.“ (Barbara Hendricks, 12.05.2016)

Und was ist mit der CDU/CSU und Minister Schmidt?

Die Enthaltung Deutschlands nächste Woche in Brüssel bei der Glyphosat-Abstimmung rückt damit in greifbare Nähe, wenn die zuständigen Ministerien sich nicht einigen können. Landwirtschaftsminister Schmidt und die CDU/CSU stehen jetzt recht einsam da. Grüne und Linke lehnen die Wiederzulassung ebenfalls ab. Jetzt erwarten wir, dass Minister Schmidt sich dem Votum der SPD anschließt und die Wiederzulassung nächste Woche in Brüssel ablehnt.

Aktuell haben sich über 100.000 Menschen an unserem Glyphosat-Protest beteiligt und von Minister Schmidt und Ministerin Hendricks das „Nein“ gefordert. Für den 18. Mai planen wir die Übergabe der Unterschriften an das Landwirtschaftsministerium.

Quelle: BUND